Intro:
Die tiefste Nacht hat ihre Decke aus kaltem Licht über die Erde gelegt.
Es herrscht Ruhe.
Der Wald ist der einzige Ort an dem noch Leben zu sein scheint.
Es ist kurz vor Morgengrauen. Die ersten Vögel schreien nach
ihrer Mutter. Die ersten Wildschweine rammen kleine Bäume um und die
ersten Rehe rennen durchs feucht-nasse Laub.
Plötzlich herrscht Ruhe. Als hätte man es in der Macht,
steht die Natur still. Ein leichtes Pfeifen ist zu hören.
Das Pfeifen verstärkt sich und wird zu einem Grollen.
Ein Etwas, das aussieht wie ein Stein stürzt auf die Erde nieder.
Es gibt eine Explosion und man sieht nur noch den hinterlassenen Krater und die brennenden Reste des Vergehens an der Natur.
So ruhig war sie nur bei der Entsstehung.
Kein Leben ist mehr zu hören und die Sonne erhebt sich über das Land.
Anfang:
Wir sind in der Stadt. Es ist ein beschissen heißer Morgen.
Und das mitten im Oktober. Ich wache auf. Blicke umher.
Meine Heizung ist seit Monaten schon abgestellt. Woher kommt also diese Hitze? Wahrscheinlich ist es nur gestaute, verbrauchte Scheiße, die ich hier freiwillig in meine Lungen pumpe.
Bin ja auch seit Tagen nicht mehr draußen gewesen.
...
Das Fenster kann ich nicht öffnen. Gegen Kälte gibts hier drinnen kein Mittel. Gegen Hitze schon. Ich befeuchte meine Kehle mit einem Schluck Whiskey und ein paar Eiswürfeln, zünde mir ne Fluppe und starre meine Decke an.
Wie lange soll das noch weiter gehen? Mich beschleicht langsam der Verdacht in Deutschland gibt es keinen Platz für einen Detektiven.
Man ahnt am Anfang gar nicht wie viele verzweifelte
Ehemänner existieren, die ihrer Frau nicht trauen.
Eigentlich begegne ich nur Männern die ihrer Frau nicht mehr vertrauen.
Scheiß Leben. Keine Kohle, kein Essen, kein Bock.
Wenn nicht bald ein Wunder geschieht schmeiß ich das Business
und werde Bademeister. Vater würde stolz auf mich sein.
Plötzlich springt die Tür auf. Es steht eine Frau vor mir so schön wie
Faye Dunaway, bevor sie angefangen sich unter das Messer zu legen.
Ich vergesse, dass ich nicht einmal eine Hose trage und lehne mich lässig auf meinem Stuhl zurück. Scheiße! Wie verhalt ich mich gegenüber einer Frau?
Seit Jahren spioniere ich welche aus. Aber nahe war ich einer seit der 3ten Klasse nicht mehr, als mir Julia Schoppe den Vortritt zur Schaukel ließ.
Man war ich verknallt in die Puppe.
...
So stand mir nun also seit Jahren der Einsamkeit wieder eine Frau mit einem Kaliber, das einer 45er Magnum ähnelt, gegenüber. Sie nahm sich eine meiner Zigaretten, als wüsste sie, dass es nicht nötig wäre zu fragen.
Scheiße war ich angespannt. Ich saß da und versuchte verzweifelt mich wie Humphrey Bogart zu benehmen und meine Tränen der Anspannung zu verheimlichen.
Geile Schnitte: Darf ich?
Ich: Was wollen Sie dürfen?
GS: Darf ich sie um Hilfe bitten?
Ich: Wollen Sie, dass ich Ihre Ehefrau ausspioniere?
GS: Warum sollte ich das wollen? Zwischen mir und ihr läuft alles wie geschmiert!
Ich bekam meine Ladenklappe nicht mehr zu.
Ich: Ich..erm..wie kann ich denn sonst helfen?
GS: Es geht um einen Freund. Er ist verschwunden.
Ich: Haben sie Geld? Oder denken sie mich anders bezahlen zu können?
Sie entschied sich mich anders zu bezahlen.
Ich sollte also Ihren Freund finden. Einen Freund, sagte sie.
Ein Professor für paranormale Ereignisse. Ist das zu glauben?
Ich mach mich auf die Suche nach einem Pseudowissenschaftler.
Trotzdem fühle ich mich gut dabei. Ich sah es als eine Art Neuanfang.
Ich machte mich also auf um mir erst einmal ein Frühstück zu gönnen.
Eine große Tasse Kaffe und frisches Omelette wären jetzt genau das Richtige.













